Sohn - bald volljährig: UH + FBH?

tanja10
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Sohn - bald volljährig: UH + FBH?

Beitragvon tanja10 » 02.03.2009, 11:05

Hallo,
ich habe einige Fragen betreffend der Volljährigkeit, Unterhalt und Famielenbeihilfe.
Sohn wird im April volljährig und wird den Unterhalt seines Vaters ab der Volljährigkeit auf sein Konto überwiesen bekommen.
Es ist noch eine Restunerhalt aus 2007/2008 offen und den Beschluss werde ich voraussichtlich erst im Mai (lt. RP) - daher erst nach seiner Volljährigkeit - erhalten. Wer bekommt dieses Geld? Der Sohn weil volljährig oder bekommt er nur den Unterhalt ab der Volljährigkeit und ich die Nachzahlung für die Zeit vor seiner Volljährigkeit?
Dass der Unterhalt für das Kind ist und wenn es auszieht auch komplett ihm zusteht ist mir klar. Wie ist es aber, wenn dass Kind vj wird aber weiterhin im gemeinsamen Haushalt lebt. Steht im da der Unterhalt auch zu oder erst mit Auszug aus der elterlichen Wohnung. Es ändert sich doch nichts an den Umständen, außer dass das Kind vj wurde. Die laufenden Kosten bleiben gleich. Wie geht man hier zum Wohle des Kindes am besten vor?

Wie steht es mit der Familienbeihilfe. Wem steht diese zu? Soweit ich weiß jenem Elternteil der den Naturalunterhalt leitstet oder wenn das Kind bereits alleine wohnt jenem Elternteil, welcher mehr Unterhalt bezahlt. Stimmt das? Wenn ja, wo finde ich einen Gesetzestext oder Link dazu?
Vielen Dank,
Tanja

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Re: Sohn - bald volljährig: UH + FBH?

Beitragvon werner » 02.03.2009, 11:10

den UH bekommt immer das kind - bei mj. kinder der gesetzliche vertreter des kindes. mit einem UH-rückstand wird das wohl ebenso passieren.

wenn das vj. kind weiter bei ihnen wohnt und von ihnen "betreut"/"versorgt" wird, so kann es dem vater schriftlich mitteilen, dass der UH weiter auf ihr konto überwiesen werden soll. sollte das kind aufmüpfig werden, so können sie vom kind kostgeld verlangen (die höhe bleibt ihnen überlassen :wink: ).
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Re: Sohn - bald volljährig: UH + FBH?

Beitragvon Nachfolgefrau » 02.03.2009, 11:17

1) Unterhalt gebührt immer dem Sohn, ab Vj muss die Auszahlung an ihn selbst erfolgen. Da Unterhalt auch bereits in der Vergangenheit ihm gehört hat, gilt das auch für die Nachzahlung. Sie haben die Nachzahlung nur als seine Vertretung für ihn beantragt.

2) Auch wenn Kind mit ihnen im gemeinsamen Haushalt lebt, gehört der Unterhalt ab Vj dem Kind selbst (wem den sonst, gesetzliche Vertretung hat er keine mehr). Eine Möglichkeit wäre: Kostgeld mit dem vj Kind vereinbaren (ist aber freiwillig und ohne gesetzl. Grundlage).

3) FBH bei alleine lebendem Kind gehört dem Elternteil, der mehr Unterhalt beiträgt. Wenn Kind bei einem Elternteil wohnt, dann diesem Elternteil.
Familienlastenausgleichsgesetz 1967
§2(2) Anspruch auf Familienbeihilfe für ein im Abs. 1 genanntes Kind hat die
Person, zu deren Haushalt das Kind gehört. Eine Person, zu deren Haushalt
das Kind nicht gehört, die jedoch die Unterhaltskosten für das Kind überwiegend
trägt, hat dann Anspruch auf Familienbeihilfe, wenn keine andere
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Re: Sohn - bald volljährig: UH + FBH?

Beitragvon dgt » 02.03.2009, 11:44

tanja10 hat geschrieben:Hallo,
ich habe einige Fragen betreffend der Volljährigkeit, Unterhalt und Famielenbeihilfe.
Sohn wird im April volljährig und wird den Unterhalt seines Vaters ab der Volljährigkeit auf sein Konto überwiesen bekommen.
Es ist noch eine Restunerhalt aus 2007/2008 offen und den Beschluss werde ich voraussichtlich erst im Mai (lt. RP) - daher erst nach seiner Volljährigkeit - erhalten. Wer bekommt dieses Geld? Der Sohn weil volljährig oder bekommt er nur den Unterhalt ab der Volljährigkeit und ich die Nachzahlung für die Zeit vor seiner Volljährigkeit?
Dass der Unterhalt für das Kind ist und wenn es auszieht auch komplett ihm zusteht ist mir klar. Wie ist es aber, wenn dass Kind vj wird aber weiterhin im gemeinsamen Haushalt lebt. Steht im da der Unterhalt auch zu oder erst mit Auszug aus der elterlichen Wohnung. Es ändert sich doch nichts an den Umständen, außer dass das Kind vj wurde. Die laufenden Kosten bleiben gleich. Wie geht man hier zum Wohle des Kindes am besten vor?

Wie steht es mit der Familienbeihilfe. Wem steht diese zu? Soweit ich weiß jenem Elternteil der den Naturalunterhalt leitstet oder wenn das Kind bereits alleine wohnt jenem Elternteil, welcher mehr Unterhalt bezahlt. Stimmt das? Wenn ja, wo finde ich einen Gesetzestext oder Link dazu?
Vielen Dank,
Tanja

FBH bekommt der Elternteil, in dessen Haushalt das Kind (weiter) wohnt
Unterhatl auch Nachzahlung ist ab VJ an Sohn auszubezahlen.
Ehemals obsorgebrechtigter Elternteil muss sich mit Sohnemann streiten, falls Elternteil diese Nachzahlung vorgestreckt hat.

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Re: Sohn - bald volljährig: UH + FBH?

Beitragvon tanja10 » 03.03.2009, 12:41

Danke zunächst für die Antworten.

Wie macht Ihr das in der Praxis mit dem Kostgeld? Wie berechnet man, was angemessen ist?
Oder unterhält Ihr das Kind durch Naturalunterhalt (Wohnung, Essen, Schule, Freizeit, Taschengeld, etc.) und über den Geldunterhalt vom anderen Elternteil darf es frei verfügen (wofür auch immer).
Ich möchte Konflikte vermeiden, bin aber der Ansicht dass sich wie gesagt erst bei geänderten Wohnverhältnissen etwas ändern sollte obwohl das Gesetz etwas anderes besagt.

Vielen Dank,
Tanja

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Re: Sohn - bald volljährig: UH + FBH?

Beitragvon werner » 03.03.2009, 12:57

wenn du ein haushaltsbuch führst, weisst du eh genau, welche ausgaben du für sohnemann alleine hast. dazu kommt noch angemessenes taschengeld und sein anteil an den kosten für lebensmittel, miete, strom, heizung, etc...
davon ziehst du die familienbeihilfe ab (die du ja auch weiterhin erhältst) - und du weisst, wie viel das kind pro monat kostet.

vermutlich ist das mehr als die UH-zahlungen ausmachen. wenn das so ist, dann könntest du kostgeld in einer höhe verlangen, dass die ihm verbleibende differenz zu den UH-zahlungen (die ja das "kind" erhält) wiederum das "angemessene" Taschengeld ausmacht...

ist nur eine überlegung von mir...
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Re: Sohn - bald volljährig: UH + FBH?

Beitragvon ein mann und vater » 03.03.2009, 13:22

mein feiger vj sohn, der seit dem 15. lj bei mir wohnt, fordert von seiner mutter keinen unterhalt, daher löhne ich für alles vollen unterhalt ohne unterstützung :?

als kompromiss streife ich kostgeld ein, wenn er in den ferien arbeiten geht.
da verlange ich von seinem gehalt kurz und bündig seinen anteil an den wohnungskosten (miete, strom, lebensmittel, etc. dividiert durch die anzahl der haushaltsmitglieder). internet und handy muss er sich immer selbst zahlen, dafür bekommt er taschengeld von mir in etwa höhe der FBH. reicht es nicht, muss er hackeln gehen.

wenn ihm das nicht passt, kann er jederzeit ausziehen. wenn er mir kein kostgeld mehr zahlen will von seinem ferialeinkommen, dann werf ich ihn raus.

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Re: Sohn - bald volljährig: UH + FBH?

Beitragvon werner » 03.03.2009, 13:49

ein mann und vater hat geschrieben:mein feiger vj sohn, der seit dem 15. lj bei mir wohnt, fordert von seiner mutter keinen unterhalt, daher löhne ich für alles vollen unterhalt ohne unterstützung :?

etwas offtopic: wenn man keinen (oder nur geringen) UH erhält, kann man dann erhöhte familienbeihilfe beantragen? oder im zuge der lohnsteuerveranlagung irgendwas machen?
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Re: Sohn - bald volljährig: UH + FBH?

Beitragvon ein mann und vater » 03.03.2009, 14:01

ich glaube nicht weil der unterhalt, den der sohn (nicht) erhält, nichts mit meinem einkommen zu tun hat.
ich kann nicht etwas geltend machen, was mir nicht zusteht. anders herum: ich kann nicht von etwas profitieren, was einem anderen erwachsenen zusteht.

wenn ich unrecht habe, freue ich mich!
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Re: Sohn - bald volljährig: UH + FBH?

Beitragvon werner » 03.03.2009, 14:46

ich bilde mir ein, sowas in der art erst kürzlich gelesen zu haben (weiss aber nicht, wo. evt. bei antragsformular wohnzuschuss? oder bei artikel über änderung familienbeihilfen ab 2009? oder.... :?: )
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