Weiss echt nicht wie es weitergehen soll!

FatherInChains
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Registriert: 14.01.2008, 19:28

Weiss echt nicht wie es weitergehen soll!

Beitragvon FatherInChains » 14.01.2008, 20:05

Liebes Forum-Team und -Mitglieder,

Meine Lebensgefaehrtin und ich haben uns nach gut 9-jaehriger Beziehung im Januar 2005 getrennt.
Seit diesem Zeitpunkt ging so ziemlich alles bergab. Anfangs hatte ich noch Arbeit, nahm mir eine eigene Wohnung, durfte meine Kinder sehen usw. usf.

Das war fuer mich noch einigermassen ertraeglich.
Dann ging der ganze Horror los:

Ich verlor meine Arbeit (50%-Invaliditaet), Unterhaltsforderungen flatterten ins Haus, die Wohnung verloren .....

Kurz ich war total pleite - interessierte keinem.
Zum Glueck fand ich dann kurz vor Winterbeginn eine Arbeit im Gastgewerbe, wo Kost und Wohnung inkludiert waren. Nettoverdienst EUR 900.- , von denen ich selbstverstaendlich nur 600.- sah.

Das ganze Spiel ging soweit, dass ich mich im November 2006 im Linzer Obdachlosenheim wiederfand und dort eine Zeitlang hauste.

Bei meiner Arbeitssuche kamen nur Absagen, was ich auch vor dem Jugendamt nachweisen musste.

Ab ca. Januar 2007 durfte ich meine Kinder nicht mehr sehen und habe sie auch bis zum heutigem Tag nicht mehr gesehen. Seitens der Kindesmutter hiess es, ich habe einen schlechten Einfluss auf meine Kinder und die Kinder schlafen in den darauffolgenden Naechten sehr schlecht und wachen immer wieder weinend auf - mit den Worten dass ihnen der Vater fehlt.

Die Kindesmutter reagiert nicht auf meine Anrufe und E-Mails bzw. hebt Sie ab und hoert meine Stimme legt Sie gleich wieder auf.

Im Januar 2007 bestand ungefaehr ein Rueckstand von EUR 3.000.-

Fakt ist: Obdachlos, Pleite, Unterhaltsrueckstand, kein Recht die Kinder zu sehen und aufgrund der Tatsache des Unterhaltsrueckstandes bereits im Gefaengnis!!

Ich gehe nicht ins Gefaengnis. Nicht wenn ich gar nicht straffaellig geworden bin.

Der psychische Druck war dermassen gross, dass ich nur zwei Auswege sah: ins Ausland zu gehen oder meinem Leben ein Ende zu setzen.
Ich entschied mich fuer den Weg ins Ausland.

JETZT ZU MEINEN FRAGEN:

- Mit welchen Massnahmen muss ich rechnen, wenn ich nach Oesterreich
zurueck komme?
- Kann ich jemals meine Kinder wiedersehen?
- Hat der Vater ueberhaupt Rechte, wenn man Berichte hoert in denen
der Vater das gemeinsame Sorgerecht einklagt und die Kindesmutter
dennoch das Besuchsrecht verweigert?
- Ab welchen Zeitpunkt wird man polizeilich verfolgt, bzw. wie und wo
wird man polizeilich verfolgt und wo muss ich absitzen?

Liebe Gruesse und vielen Dank nach Oesterreich
Wenn du entdeckst, dass du ein totes Pferd reitest, dann STEIG AB!

camefromhell
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Beitragvon camefromhell » 15.01.2008, 10:03

- Mit welchen Massnahmen muss ich rechnen, wenn ich nach Oesterreich
zurueck komme?
- Kann ich jemals meine Kinder wiedersehen?
- Hat der Vater ueberhaupt Rechte, wenn man Berichte hoert in denen
der Vater das gemeinsame Sorgerecht einklagt und die Kindesmutter
dennoch das Besuchsrecht verweigert?
- Ab welchen Zeitpunkt wird man polizeilich verfolgt, bzw. wie und wo
wird man polizeilich verfolgt und wo muss ich absitzen?


Meine Laienmeinung dazu:

Im Ausland versuchen genug Geld zu verdienen um den Unterhaltsrückstand zu begleichen (ggf. mit Hilfe RA ermitteln lassen welche Forderungen bestehen. Ich denke die KM wird eine Forderung haben, das JA wegen dem sicher gewährten Unterhaltsvorschuss auch).

Wenn alles klar ist das Ganze noch aus dem Ausland begleichen, dann kann man nach Österreich zurückkommen und es lässt sich sicher was mit der Staatsanwaltschaft regeln wegen dem Strafverfahren (Tätige Reue usw...). Jedenfalls schon vor der Rückkehr GUTE anwaltliche Vertretung sicherstellen.

Nach der Rückkehr dürfte dann so ziemlich alles Muster Standard laufen:

Antrag auf Besuchsrecht beim BG, SV-Gutachten, anfangs maximal Besuchsrecht im Besuchscafe wegen der langen Trennung zum Wiederkennenlernen, wenn das klappt kleines normales Besuchsrecht usw... Siehe dazu die Fachgebiete auf der Website...

Obsorge, gem. Obsorge: No chance wenn nicht bei der KM vieles im Argen ist oder die KM der gemObs. zustimmt was unwahrscheinlich ist.
§198 (2) StGb: Verletzung der Unterhaltspflicht --> 2 Jahre Haft

§ 200 StGB: Unterschiebung eines Kindes --> 1 Jahr Haft


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